Unser starkes Kreuz für Demokratie

„Unser starkes Kreuz für Demokratie!“
Kampagne der Evang.-Luth. Kirche zur Kommunalwahl

Am 8. März 2026 finden in Bayern Kommunalwahlen statt, bei der die Stadt- und Gemeinderäte sowie Bürgermeisterinnen und Landräte gewählt werden. Mit der Kampagne „Unser starkes Kreuz für Demokratie“ setzt sich die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) für einen fairen und menschlichen Wahlkampf ein.

Demokratie fällt nicht vom Himmel

Die Aktion richtet sich an Gemeinden, Dekanate und kirchliche Bildungswerke. Sie sollen Räume schaffen für politische Gespräche, Workshops und Gebete, die das demokratische Miteinander stärken. „Demokratie fällt nicht vom Himmel“, heißt es auf einem der Banner der Aktion. Es hängt auch in einigen Fürther Kirchengemeinden wie zum Beispiel am Kirchturm der Heilig-Geist-Kirche. Von Weitemist es sichtbar und macht deutlich: Demokratie braucht Engagement, auch aus dem Glauben heraus.

Auf der zentralen Webseite zur Aktion https://unserstarkes-kreuz.de/ finden alle Interessierten Materialien, Argumentationshilfen und spirituelle Impulse. Der Slogan „Unser starkes Kreuz“ versteht sich dabei als Symbol für die Verbindung von Glauben und politischer Verantwortung. Auch Sie können dort ein Bild hochladen und sich so einsetzten für Demokatrie.

Wechselseitiges Zuhören

Die Kirche positioniert sich mit der Kampagne klar gegen populistische Tendenzen und für ein respektvolles Miteinander. Im Zentrum steht das „wechselseitige Zuhören“, wie es auf der Website formuliert ist – eine Haltung, die in polarisierten Zeiten nicht selbstverständlich ist.

Unvereinbarkeitsregelung

Die auf der Webseite platzierte Unvereinbarkeitsregelung besagt: „Wir sehen keine Vereinbarkeit einer (ehrenamtlichen) Tätigkeit in der ELKB mit der gleichzeitigen aktiven Unterstützung einer gesichert (rechts-)extremistischen Partei.“ Es folgt der Hinweis: „Am 2. Mai 2025 stufte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die AfD nach einem umfangreichen Gutachten als gesichert rechtsextremistisch´ ein.“

„Lovestorm“ & Seelsorge für Kandidierende

Die Evangelische Jugend Bayern (EJB) unterstützt die Kampagne mit einer Social Media Initiative. Mittels eines „Lovestorms“ will der Jugendverband in den Kommentarspalten ein positives Zeichen gegen Hetze setzen und demokratische Kandidat*innen unterstützen, um dem Hass nicht das letzte Wort zu lassen und Menschen, die sich für die Demokratie und ihre Grundwerte einsetzen, zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Mit Schulungen werden alle aktiven jungen Menschen vorab darüber informiert, worauf man achten kann, und dann mit Anregungen für positive Antworten auf die Accounts hingewiesen, die gerade aktiv Unterstützung benötigen. Gemeinsam soll so ein Zeichen des Miteinanders, des Supports und der Nächstenliebe gesetzt werden, auch und gerade in den Sozialen Medien. Unterstützung erhalten die demokratischen Repräsentant*innen aber nicht nur digital, sondern auch im echten, analogen Leben. Kandidierende aus dem Dekanat Fürth können sich für seelsorgerlichen Beistand an den eigenen Pfarrer oder die eigene Pfarrerin wenden, an das Fürther Dekanat (0911 / 76 66 49, dekanat.fuerth@elkb.de) oder an eine Ansprechperson auf https://www.unser-starkes-kreuz.de/fuer-aktive-der-politik/beistand-von….

(cle/epd)

 

Unser starkes Kreuz für Demokratie
10 Personen erklären, warum das für sie wichtig ist.

Aspekte, die von der AfD vertreten werden, machen mich fassungslos. Daher bin ich sehr froh über die Kampagne der ELKB. Sie stärkt Menschen, die sich um ein Amt in der Kommunalpolitik bewerben und sich für die demokratischen Werte unseres Landes einsetzen. (Monika Huber, Dekanatsausschuss)

Ich trete für die Grundsätze Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz ein. Bitte wählen Sie demokratisch! (Anette Reichstein, Gemeinde St. Martin)

Es gibt Leute, die verlangen, dass diejenigen, die nicht ihrem idealen Bild entsprechen, aus Deutschland entfernt werden. Meiner Ansicht nach ist jeder unabhängig von Sexualität, Herkunft oder Glaubensrichtung willkommen. (Thilo Eichinger, Dekanatsjugendkammer)

Es macht mir Sorgen, dass immer weniger demokratisch gestritten und immer mehr gehasst und gehetzt wird. (H.G. Koch, Gemeinde St. Peter und Paul)

Mir ist klar geworden, dass es Bestrebungen gibt, diesen Staat in ein autoritäres, nationalistisches System umzubauen. Das will ich als Bürgerin und als Christin verhindern. (Ute Baumann, Gemeinde Heilig Geist)

Die Kirche muss klar Haltung zeigen: Wir stehen füreinander ein, wir setzen auf Vertrauen statt Misstrauen und wir sehen bei Diskriminierung und Ausgrenzung nicht weg. (Martina Ascherl, Dekanatsausschuss)

Unser Rechtsstaat mit unserem Grundgesetz schützt und achtet die Würde des Menschen (Art. 1 Abs. 1 GG). Nur unsere Demokratie ermöglicht Freiheit und Gerechtigkeit für alle. Nur sie kann verhindern, dass sich der Unrechtsstaat des Nationalsozialismus wiederholt. (Christa Hagenbucher, Gem. St. Michael)

Ich stehe auf für Demokratie und erhebe meine Stimme für Freiheit, Gerechtigkeit, ein friedliches Miteinander und für unsere Grundrechte. (Andreas Huber, Gemeinde Heilig Geist)

Als Christen zeigen wir, dass trotz unterschiedlicher Meinungen ein von Respekt und Vernunft geprägter Austausch die beste Möglichkeit ist, Lösungen zu finden. Ein starkes Kreuz für Demokratie ist ein starkes Kreuz für Liebe! (Laura Witkowitsch, Dekanatsausschuss)

Weil es keine andere Staatsform gibt, in der die Achtung des Nächsten besser gelebt werden kann. (Thomas A.H. Schöck, Erlöserkirche)